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10 min

Autemos ORION: Engineering Intelligence. Built for Control.

Roman Kirchmeier - Autemos

Roman Kirchmeier - Autemos

Autemos-Roboter auf einem Felsen unter dem Sternbild Orion neben dem Schriftzug Autemos ORION

Autemos ORION ist das neue Release von Autemos, der KI-gestützten Plattform für Testautomatisierung. ORION führt bestehenden Testcode, visuelle Workflows und intelligente Automatisierung zusammen. Dazu kommen Code to Test, Custom Code Blocks, datengetriebene Testausführung, Code Sync, Versionierung und erweiterte Governance-Funktionen. Qualität, Änderungen und Ergebnisse bleiben dabei unter Ihrer Kontrolle.

Kurz gefasst: ORION verbindet codebasierte Testautomatisierung mit visuellen Workflows und erweitert Autemos um Custom Code Blocks, Code Sync, Versionierung, datengetriebene Testausführung, Jira/Xray Reporting, Notifications, Edit from Here und Audit Logs. Bestehende Investitionen bleiben nutzbar, und jede Weiterentwicklung der Automatisierung lässt sich nachvollziehen.

Software wird in kürzeren Abständen ausgeliefert, Anwendungen werden komplexer, und die Erwartungen an die Qualität steigen. Viele Unternehmen haben deshalb über Jahre in Testautomatisierung investiert: Playwright- und Selenium-Tests, eigene Frameworks, Testläufe in CI/CD-Pipelines und Tausende Testfälle im Testmanagement.

Trotzdem stossen Teams immer wieder auf dieselben Hürden. Bestehende Tests lassen sich nicht ohne Weiteres in neue Werkzeuge übernehmen, visuelle Plattformen kommen bei komplexer Logik an Grenzen, Änderungen an Tests sind schwer nachvollziehbar. Testdaten werden mehrfach gepflegt, und Ergebnisse müssen von Hand zwischen Systemen abgeglichen werden. Mit der Automatisierung wächst so auch der Aufwand für Wartung, Koordination und Kontrolle.

Warum wächst mit der Automatisierung auch die Komplexität?

Die Komplexität von Testautomatisierung entsteht, sobald aus einzelnen Tests eine unternehmensweite Lösung werden soll, weil dann mehrere Rollen mit unterschiedlichen Anforderungen am selben Bestand arbeiten. Moderne Frameworks automatisieren Browseraktionen, API-Aufrufe und Prüfungen zuverlässig, und KI hilft bei Erstellung und Wartung.

Im Unternehmen treffen dann 4 Perspektiven aufeinander:

  • Test Automation Engineers möchten bestehende Frameworks und eigenen Code weiterverwenden.

  • Fachtesterinnen und Fachtester möchten Geschäftsprozesse verstehen und Tests anpassen, ohne jedes Mal zu programmieren.

  • Testmanager brauchen verlässliche Ergebnisse, nachvollziehbare Änderungen und eine Verbindung zum Testmanagement.

  • IT-Verantwortliche müssen sicherstellen, dass Berechtigungen, Nachvollziehbarkeit und Governance mitwachsen.

Häufig deckt jede dieser Anforderungen ein eigenes Werkzeug ab. Der Code liegt im Repository, die Testfälle in Jira, die Testdaten in Tabellen, die Ausführungsprotokolle in weiteren Systemen und das fachliche Wissen in den Köpfen einzelner Mitarbeitender. Mit ORION führen wir diese Welten in einer Plattform zusammen.

Moderne Testautomatisierung muss einfach genug für fachliche Anwender, flexibel genug für Engineers und kontrollierbar genug für Unternehmen sein.

Was ist neu in Autemos ORION?

ORION bringt 8 neue und erweiterte Funktionsbereiche, die entlang des gesamten Lebenszyklus automatisierter Tests ineinandergreifen.

Funktion

Was sie ermöglicht

Code to Test

Bestehenden unterstützten Java-/Playwright-Testcode in visuelle Workflows überführen

Custom Code Blocks

Individuelle Programmlogik in visuelle Test-Workflows integrieren

Code Sync & Versionierung

Codeänderungen erkennen und frühere Workflow-Stände nachvollziehen

Data-driven Test Execution

Test-Workflows mit unterschiedlichen Testdaten ausführen

Jira/Xray Reporting

Automatisierte Testergebnisse mit dem Testmanagement verbinden

Notifications

Über relevante Ereignisse und Testausführungen informiert bleiben

Edit from Here

Bestehende Workflows an einer ausgewählten Stelle weiterbearbeiten

Audit Logs

Relevante Aktivitäten und Änderungen zentral nachvollziehen

Abbildung 1: Autemos ORION und seine neuen Funktionen im Überblick.

Code to Test: Wie kommen bestehende Playwright-Tests in visuelle Workflows?

Code to Test überführt bestehenden, unterstützten Playwright-Testcode in Java anhand der vorgesehenen Autemos-Annotationen in einen visuellen Workflow. Aus Code werden nachvollziehbare Testschritte, die Sie in Autemos ansehen und weiterbearbeiten können. Damit entfällt die Wahl zwischen dem aufwendigen Weiterführen des alten Bestands und einem teuren Neuaufbau im neuen Werkzeug.

Abbildung 2: Der Java-/Playwright-Test und der zugehörige Autemos-Workflow nebeneinander. Jeder Schritt lässt sich einer Codestelle zuordnen.

Über Jahre gewachsene Tests enthalten Wissen über Geschäftsprozesse und Systemverhalten. Engineers arbeiten weiter mit vertrauten Technologien. Im visuellen Workflow können zugleich weniger technisch orientierte Teammitglieder die einzelnen Schritte nachvollziehen. Unser Vergleich von Playwright und Selenium beschreibt die beiden Frameworks im Detail.

Der Umfang ist klar begrenzt: Beliebiger Anwendungscode wird nicht automatisch zum Test. Die aktuelle Ausbaustufe konzentriert sich auf unterstützten, entsprechend annotierten Java-/Playwright-Testcode.

Custom Code Blocks: Was tun, wenn Standardaktionen nicht reichen?

Custom Code Blocks setzen individuelle Programmlogik direkt innerhalb eines Autemos-Workflows um. Ein Test besteht weiter aus visuellen Schritten und bekommt eigenen Code nur dort, wo er nötig ist. In Kundenprojekten begegnen uns regelmässig Geschäftsregeln, spezielle Prüfungen und technische Anforderungen, die vorgefertigte Aktionen nicht abdecken.

Abbildung 3: Geöffneter Custom Code Block in einem Workflow. Das Skript läuft serverseitig in einer Sandbox und steuert Browser oder Gerät über ctx-Befehle.

Bei vielen No-Code-Plattformen lässt sich ein solcher Test gar nicht umsetzen, oder die Logik wandert in eine externe Lösung. In Autemos bleibt sie im Workflow. Fachlich orientierte Tester nutzen die visuellen Funktionen, technische Spezialisten ergänzen die Automatisierung an den Stellen, die mehr Flexibilität brauchen.

No-Code, wo es einfach sein soll. Code, wo er gebraucht wird.

Code Sync und Versionierung: Wie bleiben Änderungen unter Kontrolle?

Code Sync erkennt unterstützte Änderungen am generierten Testcode, vergleicht sie mit dem Workflow und übernimmt sie kontrolliert. Die Versionierung macht Änderungen an Workflows nachvollziehbar und stellt frühere Stände bei Bedarf wieder her.

Der Ablauf im Code-Changes-Dialog hat 3 Schritte:

  1. Autemos zeigt den generierten Code zum letzten Sync neben dem aktuellen Stand im Git-Repository.

  2. Unter „Workflow changes“ steht jede erkannte Änderung, mit Hinweis, falls sie nicht übernommen werden kann.

  3. Sie entscheiden, ob Sie die Änderungen in den Workflow übernehmen, nur die Baseline akzeptieren, sie ignorieren oder den Stand nach Git pushen.

Abbildung 4: Der Code-Changes-Dialog zeigt die Unterschiede zwischen Code und Workflow, inklusive der Änderungen, die nicht übernommen werden.

So lassen sich Anpassungen in der Entwicklungsumgebung vornehmen, und die Verbindung zur visuellen Automatisierung bleibt bestehen.

Das DORA-Forschungsprogramm (DevOps Research and Assessment) zählt ausdrücklich „All supporting automated tests and any manual test scripts“ zu den Artefakten, die in die Versionsverwaltung gehören (DORA, 2026). Der generierte Code aus Autemos passt in genau dieses Vorgehen.

Abbildung 5: Die Version History eines Workflows. Jeder Stand zeigt Knoten und Verbindungen, Code-Sync-Übernahmen sind mit dem Commit gekennzeichnet, und frühere Versionen lassen sich wiederherstellen.

Wer in grösseren Teams an einer Automatisierung mitarbeitet, muss ihre Änderungshistorie sehen können.

Data-driven Test Execution: Wie deckt ein Workflow viele Testszenarien ab?

Data-driven Test Execution führt einen Workflow mit unterschiedlichen Datensätzen aus, ohne dass Sie die Automatisierung für jede Datenvariante neu aufbauen. Das ISTQB beschreibt datengetriebenes Testen als „A test automation approach in which test data is separated from a test script to allow its repeated execution with various test data“ (ISTQB Glossary, 2026).

Fachlich komplexe Anwendungen brauchen das ständig. Eine Versicherungsanwendung verarbeitet verschiedene Vertragsvarianten, eine Bank prüft Kontotypen, Währungen und Berechtigungen, ein Online-Shop arbeitet mit unterschiedlichen Kundendaten und Produktkombinationen. Der Ablauf bleibt derselbe, nur die Daten wechseln. Separate Tests oder fest hinterlegte Eingabewerte führen hier zu Duplikaten und mehr Wartung.

Abbildung 6: Auswahl der Datensätze vor dem Start. Jeder benannte Datensatz erzeugt einen eigenen Testlauf, hier 4 Läufe aus 4 Datensätzen.

Testdaten verwalten Sie in Autemos integriert: Sie erfassen sie zum Beispiel direkt in Tabellen und referenzieren sie in Workflows. Der Workflow beschreibt, was getestet wird. Die Testdaten bestimmen, mit welchen Werten der Test läuft. Diese Trennung macht die Automatisierung leichter wartbar und auch für neue Teammitglieder verständlicher.

Abbildung 7: Die resultierenden Testausführungen. Pro Datensatz sehen Sie den Status und können den zugehörigen Testbericht öffnen.

Jira/Xray Reporting: Wie kommen Testergebnisse ins Testmanagement?

ORION meldet automatisierte Testergebnisse an Jira/Xray zurück, damit sie dort sichtbar werden, wo Testplanung, Teststeuerung und Qualitätsbewertung stattfinden. Ein Testlauf liefert zunächst ein technisches Ergebnis. Ein Testmanager will zusätzlich wissen, welche Anforderungen abgedeckt sind, welche Testfälle erfolgreich liefen und wo Risiken bestehen.

In vielen Organisationen ist Jira mit Xray die zentrale Plattform für diese Fragen. Mit Autemos Polaris haben wir bereits die Verbindung von Xray-Testfällen und dem Autemos Recorder gestärkt. ORION führt diese Integration weiter und reduziert die Medienbrüche zwischen technischer Ausführung und fachlichem Testmanagement.

Abbildung 8: Ein Xray-Lauf in Autemos mit verknüpften Tests, Ergebnissen und früheren Läufen. Antwortet Xray nicht rechtzeitig, meldet Autemos den fehlgeschlagenen Sync und bietet einen erneuten Versuch an.

Ein automatisierter Test schafft seinen vollen Nutzen erst, wenn sein Ergebnis für die richtigen Personen verfügbar und verständlich ist.

Edit from Here: Wie ändern Sie einen Test, ohne ihn neu aufzuzeichnen?

Edit from Here nimmt einen bestehenden Workflow an einer ausgewählten Stelle wieder auf und bearbeitet ihn mit dem Autemos Recorder weiter. Kommt ein Eingabefeld dazu, eine neue Validierung oder ein zusätzlicher Prozessschritt, muss der bereits automatisierte Test nicht komplett neu aufgezeichnet werden.

Abbildung 9: Der Recorder setzt einen bestehenden E2E-Test in einer E-Banking-Demo am Einfügepunkt fort. Die folgenden Schritte sind als „Up next“ sichtbar.

Das hilft besonders bei langen E2E-Tests. Sie setzen die Bearbeitung an der passenden Stelle fort und sparen sich den erneuten Durchlauf des gesamten Geschäftsprozesses. Die Weiterentwicklung bestehender Tests wird dadurch einfacher und zielgerichteter.

Notifications: Wie erfahren Sie von wichtigen Testläufen?

Die erweiterten Notifications in Autemos ORION informieren Sie direkt in der Plattform über wichtige Ereignisse rund um Testausführungen. Tests starten manuell, zeitgesteuert oder durch externe Prozesse und laufen zunehmend im Hintergrund. Je mehr davon im Einsatz ist, desto wichtiger wird es, relevante Ereignisse rechtzeitig zu erkennen.

Abbildung 10: Das Notification Center mit dem Ergebnis jedes Testlaufs, Passed oder Failed.

Niemand muss damit jede Ausführung permanent beobachten. Ihr Team richtet die Aufmerksamkeit auf die Fälle, die eine Entscheidung erfordern.

Audit Logs: Wer hat wann was geändert?

Audit Logs machen protokollierte Aktivitäten und Ereignisse innerhalb von Autemos zentral einsehbar und beantworten damit die Fragen, wer eine Änderung vorgenommen hat, welche Aktivität ausgeführt wurde und wann ein Ereignis eingetreten ist. Das zählt bei Audits, bei der Fehleranalyse, im Betrieb und in der Zusammenarbeit grösserer Teams.

Abbildung 11: Die Detailansicht eines Audit-Ereignisses mit Zeitstempel, Benutzer, Aktion, betroffenem Objekt und Ergebnis.

In regulierten Branchen muss Testautomatisierung funktionieren und nachvollziehbar sein. Die EU-Verordnung DORA (Digital Operational Resilience Act) verlangt von Finanzunternehmen seit dem 17. Januar 2025 in Art. 9 Abs. 4 lit. e Richtlinien, nach denen Änderungen an IKT-Systemen erfasst, getestet, bewertet, genehmigt, umgesetzt und kontrolliert verifiziert werden (EUR-Lex, 2022). Audit Logs liefern dazu die Nachweise aus der Testautomatisierung, die Prozesse selbst verantwortet Ihre Organisation.

Ist KI an der Erstellung oder Anpassung von Tests beteiligt, gilt das umso mehr. Dann braucht es klare Zuständigkeiten und kontrollierbare Prozesse.

Was bedeutet Engineering Intelligence für Ihre Testautomatisierung?

Engineering Intelligence bezeichnet bei Autemos die Verbindung von bestehendem Testcode, visuellen Workflows und KI auf einer Plattform, damit die Automatisierung leistungsfähig, verständlich und kontrollierbar bleibt. Jede ORION-Funktion löst eine konkrete Aufgabe. Gemeinsam lösen sie die Trennung zwischen klassischer Testautomatisierung und visuellen Plattformen weiter auf.

Bestehender Code bleibt nutzbar. Fachliche Anwender verstehen und bearbeiten Testabläufe, technische Spezialisten behalten ihre Flexibilität. Testdaten lassen sich wiederverwenden, Änderungen und Ergebnisse bleiben sichtbar. Built for Control heisst: Sie bestimmen selbst, wie Sie Ihre Automatisierung aufbauen, erweitern und betreiben.

Wie schon bei Polaris stammen viele Impulse für ORION aus Kundenprojekten. Unsere Teams arbeiten täglich mit Testautomatisierung in komplexen Unternehmensumgebungen. Wir sehen, wo klassische Frameworks stark sind, wo visuelle Werkzeuge die Zusammenarbeit vereinfachen und welche Anforderungen entstehen, wenn Automatisierung über einzelne Projekte hinauswächst. Oft fehlt vor allem eine bessere Verbindung zwischen den Technologien, die bereits vorhanden sind.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Autemos ORION?

ORION ist ein Release der KI-gestützten Testautomatisierungsplattform Autemos. Es erweitert die Verbindung zwischen bestehendem Testcode und visuellen Workflows und ergänzt Funktionen für datengetriebene Ausführung, Änderungsmanagement, Reporting und Nachvollziehbarkeit.

Kann ich bestehende Playwright-Tests in Autemos übernehmen?

Ja, wenn es sich um entsprechend vorbereiteten und annotierten Java-/Playwright-Testcode handelt. Code to Test überführt ihn in der aktuellen Ausbaustufe in visuelle Autemos-Workflows. Die Unterstützung weiterer Varianten ist Teil der Weiterentwicklung.

Kann ich eigene Programmlogik in Autemos verwenden?

Ja. Custom Code Blocks ermöglichen individuelle technische Erweiterungen innerhalb visueller Test-Workflows. Damit lassen sich Standardaktionen und eigene Logik miteinander kombinieren.

Was bringt die datengetriebene Testausführung?

Sie trennt Testlogik und Testdaten, sodass ein Workflow mit unterschiedlichen Eingabedaten läuft. Das reduziert doppelte Testimplementierungen und erleichtert die Pflege von Testvarianten.

Wie unterstützt ORION die Nachvollziehbarkeit?

Code Sync und Versionierung halten die Weiterentwicklung von Workflows kontrollierbar. Jira/Xray Reporting verbindet technische Testergebnisse mit dem Testmanagement, und Audit Logs machen protokollierte Aktivitäten einsehbar.

Wie es weitergeht

In den kommenden Wochen stellt Autemos die ORION-Funktionen einzeln vor und zeigt an konkreten Beispielen, wie Sie sie in der Praxis einsetzen. Damit setzen wir die Entwicklung fort, die wir mit Polaris begonnen haben: Wir verbinden die Bestandteile des Quality Engineering enger miteinander und schaffen mehr Spielraum für technische Flexibilität und unternehmensweite Kontrolle.

Erfolgreiche Testautomatisierung heisst, Tests schneller zu erstellen, bestehende Investitionen zu schützen, Komplexität beherrschbar zu machen und Qualität nachhaltig sicherzustellen.

Autemos ORION. Engineering Intelligence. Built for Control.

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